Auszeichnung für Klimaschutz-Engagement

Die Stadt Baesweiler ist eine von 20 Kommunen, Städten und Landkreisen, die über ein Jahr lang intensiv mit einem Partner im Bereich des Klimaschutzes zusammengearbeitet haben. Die Partner haben sich ausgetauscht, voneinander gelernt und gemeinsam Projekte umgesetzt. Dafür wurden sie im Rahmen der 23. Weltklimakonferenz in Bonn auf einer Veranstaltung des internationalen 100ee Netzwerks mit einer Urkunde prämiert. Herr Brenner vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat der technischen Dezernentin Iris Tomczak-Pestel und der neuen Klimaschutzmanagerin Loisa Welfers für die erfolgreiche Teilnahme gratuliert und Ihnen die Urkunde für die Stadt Baesweiler übergeben

Das Projekt „RegioTwin – Partnerschaften für den Klimaschutz“ führt das Prinzip des Twinnings erstmals in den kommunalen Klimaschutz in Deutschland ein. Das Projekt wurde über drei Jahre vom Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Fachgebiet Dezentrale Energiewirtschaft der Universität Kassel durchgeführt. Insgesamt wurden bundesweit 40 Kommunen, die am RegionenTwinning teilnahmen, ausgezeichnet. Welche Regionen das sind und weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite www.regiotwin.de.

Die Stadt Baesweiler hat mit der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn kooperiert. Im Rahmen des Projektes lernten sich die Partner untereinander kennen und stellten eigene Projekte vor. So besuchte Baesweiler in der Partnerstadt ein Freibad und eine Grundschule, die im Sommer und Winter wechselnd durch mobile Blockheizkraftwerke beheizt werden. Baesweiler stellte der Partnerstadt das sanierte Gymnasium Baesweiler (Passivhaus) und die zur Beheizung des Hallenbades dienende Biogasanlage vor. Beide Partner haben von den Synergieeffekten erheblich profitiert und konnten neue Ideen zum Klimaschutz sammeln. Unter anderem wurde von der Stadt Baesweiler die Kampagne „Klimahelden“ als Idee übernommen. Im Gegenzug übernahm Enkenbach-Alsenborn die Projekt-Idee „der etwas andere Weihnachtsmarkt“ von der Stadt Baesweiler. Des Weiteren wurden auch gemeinsame Twinning-Projekte, wie der LED-Lampentauschtag, umgesetzt.

„Durch das Projekt RegioTwin konnten wir uns im Bereich Klimaschutz deutlich weiterentwickeln und neue Erfahrungen sammeln. Mit der Unterstützung unseres Projektpartners Enkenbach-Alsenborn haben wir neue Ideen sammeln und neue Projekte umsetzen können“ freut sich Bürgermeister Prof. Dr. Linkens.

Mobil und fit für den Klimaschutz

Die Stadt macht es vor 

Bereits seit einigen Jahren setzt sich die Stadt Baesweiler aktiv für den Klimaschutz ein. Insbesondere bei der energetischen Sanierung kann sie auf Erfolge sowie Auszeichnungen verweisen. Doch auch im Bereich Mobilität gehen die Stadt und ihre Mitarbeiter als Vorbild voran und wurden nun ausgezeichnet! 

Im Rahmen des Projektes „Mobil.Pro.Fit“, welches bundesweit in 11 Modellregionen im Zeitraum von 2015 bis 2017 stattgefunden hat, wurde die Mobilität der Mitarbeiter untersucht sowie nach Lösungsansätzen für eine Minimierung der Emissionen aber auch der Kosten gesucht – und gefunden! 

Am 6. Juli 2016 fand der Auftakt für die 2. Runde statt, an der neben der Stadtverwaltung Baesweiler, die Stadt Aachen, die StädteRegion Aachen, die Industrie- und Handelskammer, der Aachener Verkehrsverbund, die Stadtverwaltung Stolberg und die RegioEntsorgung teilnahmen. Gemeinsam wurden in Workshops verschiedene Themenfelder wie die Dienstfahrten der Mitarbeiter aber auch die Arbeitswege behandelt und Anregungen gesammelt, diese Strecken klimafreundlich zu gestalten. 

Mit dem Berater Dr. Nico Marke der B.a.u.m Consult GmbH wurden entsprechende Maßnahmen vor Ort gemeinsam mit den Mitarbeitern in Baesweiler entwickelt. Hierzu wurden die insgesamt 157 Mitarbeiter befragt und eine Kostenabschätzung durchgeführt. Schnell wurde klar, dass „wir unseren Mitarbeitern eine Möglichkeit bieten müssen, während der Dienstzeit mobil zu sein, sodass der Weg zur Arbeit nicht zwingend mit dem privaten PKW zurückgelegt werden muss,“ hält Iris Tomczak-Pestel, technische Dezernentin, fest. 

Eine Maßnahme, die sich daher aus dem Projekt ergab, ist der Aufbau eines Fuhrparks. Über Fördermittel werden zwei E-Fahrzeuge angeschafft, die ab Sommer 2017 den Mitarbeitern zu Verfügung stehen sollen. Auch der Personalrat war eng in die Maßnahmenerstellung eingebunden und unterstützte das Projekt wie auch die einzelnen Maßnahmen. 

Mobil.Pro.Fit war ein guter Ansatz und ein erster Schritt ist gemacht, Emissionen zu verringern „Wir werden auch zukünftig auf eine nachhaltige Mobilität setzen und unsere Mitarbeiter dahingehend unterstützen“, so Iris Tomczak-Pestel. Insgesamt erhofft sich die Stadt durch die Vielzahl an Maßnahmen 9 Tonnen CO2 sowie 12.000 € jährlich einzusparen.

Das Gründachkataster der StädteRegion Aachen ist online

Eignet sich mein Dach für eine Begrünung?

Auf diese Frage weiß das Gründachpotenzialkataster der StädteRegion Aachen nun eine Antwort. Für jedes Dach stellt es dar, ob die Dachfläche für ein Gründach geeignet ist. Wie auch im Solarpotenzialkataster, ist durch eine farbliche Kennzeichnung die Eignung für jedes Gebäude sofort sichtbar.

Begrünte Dächer sehen nicht nur gut aus ... sie leisten viel mehr!

Gründächer wirken sich positiv auf Mensch, Umwelt und Gebäude aus, denn sie führen zu einer Verbesserung des Stadtklimas. So leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und schützen die biologische Vielfalt eines Raumes.

Wieso trägt ein Gründach zum Klimaschutz bei?

Speziell in dichtbesiedelten Gebieten mit enger Bebauung bieten Gründächer die Möglichkeit, zusätzliche Grünflächen zu schaffen. Sie tragen dazu bei, das Stadtklima zu verbessern und entlasten darüber hinaus durch zusätzlichen Regenwasserrückhalt die Kanalisation. Daher können sie zu einer Reduzierung der Abwassergebühren führen.

Die möglichen Einsparungen der Abwassergebühren werden durch das Gründachkataster berechnet und für jedes Dach aufgezeigt (Stand 2015). Für die Bewohner von Gebäuden mit begrünten Dächern ergeben sich zudem weitere Vorteile: wie z. B. die Reduzierung der Energiekosten, als Folge eines verbesserten Dämmung und eine lärmreduzierende Wirkung. Zusätzlich bieten die Grünflächen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum und sorgen für die Filterung von Staub sowie Schadstoffen in der Luft.

Optimale Nutzung von Dachflächen durch die Kombination von Energie und Grün

Wer ein Gründach errichten möchte, muss nicht zwingend auf eine Photovoltaikanlage oder Regenwasserrückhalt verzichten. Diese Techniken können kombiniert werden und gemeinsam helfen, dass Klima zu schützen.

Wo finde ich das Kataster?

Ab sofort ist es unter der Adresse www.staedteregion-aachen.de/gruendachkataster erreichbar.

Mit der Mitfahrerbank durch Baesweiler

Sieben Mitfahrerbänke gibt es in Baesweiler, um die jeweiligen Ortsteile miteinander zu verbinden. Die Idee, die dem Konzept zugrunde liegt, ist einfach und eigentlich alt bekannt – sich untereinander im Dorf helfen und nicht im Regen stehen lassen.

Die Person, die mitgenommen werden möchte, setzt sich auf eine der Bänke. Zudem kann ein Schild aufgeklappt werden, um das Ziel anzugeben. So weiß der Fahrer des verbeifahrenden PKWs durch die Beschilderung direkt, wo die Reise hingehen soll. Aufgrund der Anregungen aus der Bevölkerung werden noch weiße Schilder eingefügt. Diese zeigen an, dass man die Bank gerade nur zum Ausruhen nutzen möchte.

Die Bänke befinden sich möglichst entlang von häufig frequentierten Ausgangsstraßen, die fußläufig gut zu erreichen sind. So steht die Bank in Oidtweiler am Sportplatz, in Beggendorf an der Goethestraße/Höhe Ringofen, in Floverich an der Ecke Willibrodstraße/Fließstraße, in Loverich an der Kirche entlang der Josefstraße und in Puffendorf an der Aldenhovenerstraße/Höhe Jan-van-Werth-Straße.

In Setterich sowie in Baesweiler selbst wurden die Bänke möglichst zentral in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten platziert, um so die neuen Standorte wie den Feuerwehrturm und den neuen Markt in Setterich zusätzlich anzubinden. Weiterhin ist an diesen Stellen, Hauptstraße in Setterich und Petersstraße am Volkspark in Baesweiler, davon auszugehen, dass viele Fahrzeuge mit unterschiedlichen Zielrichtungen vorbeifahren, um die Bürgerinnen und Bürger wieder zurück in ihre jeweiligen Ortsteile mitzunehmen.

Das Konzept beruht auf der Idee der Nachbarschaftshilfe und der Freiwilligkeit. Gerade in den kleineren und etwas abseits gelegenen Ortsteilen kennt man sich meist untereinander und hilft sich gern. Die Mitfahrerbank soll das nachbarschaftliche Engagement weiter unterstützen. Beispielsweise wird die ältere Dame von nebenan gerne mitgenommen. Doch dazu muss diese sich melden. Hier sollen die Bänke eine vermittelnde Funktion übernehmen und die Nachbarn näher zusammenbringen – ein Gewinn für beide Seiten.

Durch die gemeinsame Fahrt wird außerdem ein Beitrag für den Klimaschutz geleistet. Bei jedem gefahrenen Kilometer werden Emissionen frei. Fährt man gemeinsam und lässt einen Wagen stehen, können so giftige Gase sowie Lärm gemindert werden.

Die Mitfahrgelegenheiten werden sicherlich kein Massentransportmittel und sollen schon gar nicht den Busverkehr ersetzen: Sie bieten jedoch eine zusätzliche Möglichkeit und fördern die Mobilität sowie das (soziale) Klima in den jeweiligen Ortsteilen. Die Mitfahrbänke bieten ein alternatives Konzept, dass vor allem für die älteren Bürger eine zusätzliche Möglichkeit der Fortbewegung darstellt und gerade die Außenorte, die nicht so gut an den ÖPNV angebunden sind, und die größeren Ortsteile und die Zentren verbindet. Sie sind als Ergänzung zu verstehen und ein kostenloses Angebot, welches von Bürgern für Bürger initiiert wird und von der Beteiligung aller lebt.