„Zu allem großen ist der erste Schritt Mut“

09 Mär 2017

Tag der besonderen Leistungen

Weit mehr als 100 Gäste konnte Bürgermeister Dr. Willi Linkens am 08.03.2017 anlässlich der traditionellen Sportlerehrung im Rathaus Baesweiler begrüßen, um Sportlerinnen und Sportler auszuzeichnen, die in den letzten Monaten herausragende Leistungen erzielt haben. 

 „Zu allem großen ist der erste Schritt Mut“. Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe stand auf den Urkunden, die der Bürgermeister den Sportlerinnen und Sportlern überreichte. „Die Mädchen und Jungen, die Damen und Herren, die heute geehrt werden, haben diesen Mut gehabt. Sie haben den ersten Schritt getan und auch den zweiten, dritten, vierten und viele weitere bis zum endgültigen Schritt zum großen, persönlichen Erfolg. Und egal, ob der Erfolg auf dem Platz, in der Halle, im Wasser oder auf der Straße erzielt wurde, der Mut, den ersten Schritt zu tun, hat sich gelohnt“, sagte Bürgermeister Dr. Linkens bei der Begrüßung der Gäste. „Die Erfolge waren nur möglich, weil Sie, liebe Sportlerinnen und Sportler, in den entscheidenden Momenten voll da waren und Ihr Bestes gegeben haben. Und Sie haben – auch das zeichnet eine gute Sportlerin, einen guten Sportler aus – immer fair um den Sieg gerungen. Das heißt, Sie haben sowohl mit Ihrer sportlichen Leistung wie mit Ihrer sportlichen Haltung überzeugt. Und damit haben Sie Ihren Sport und Ihren Verein würdig vertreten und unsere Stadt hervorragend repräsentiert“, fuhr er fort. „Medaillen und Pokale allein sind nicht der wirkliche Lohn. Das Gemeinschaftserlebnis, zusammen zu kämpfen und zusammen zu gewinnen, aber auch zusammen zu feiern und Teamgeist zu erleben, Fairness zu üben und zu erfahren – all das macht den Sport so lohnenswert“, betonte der Bürgermeister. „Sport bringt Menschen zusammen, verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft und verschiedener Nationalität und leistet einen nicht zu unterschätzenden Dienst bei der Integration. Sport ist vielfältig, und diese Vielfalt findet man in Baesweiler. Eine gut funktionierende Vereinslandschaft, zahlreiche Sportstätten und viele qualifizierte Sportangebote tragen zur Attraktivität unserer Stadt bei“, stellte Dr. Linkens fest. 

Geehrt wurden Sportlerinnen und Sportler in 11 verschiedenen Sportarten. Im Schwimmern schaffte der 14-jährige Thimo Dronske erstmals den Sprung zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften war er über die drei  Bruststrecken am Start und konnte sich über alle Strecken unter den besten 8 platzieren. Er ist dreifacher Bezirksjahrgangsmeister auf der Langbahn und zweifacher Bezirksjahrgangsmeister auf der Kurzbahn. Stephanie Pietschmann hat bei den Deutschen Meisterschaften auf der von ihr eher ungeliebten langen 50m Bahn über 50 und 100m Rücken teilgenommen und die 100m Rücken in persönlicher Bestzeit zurückgelegt. Bei den Bezirksmeisterschaften auf der Langbahn in Düsseldorf standen 4 Titel auf ihrer Habenseite. Bei den NRW Meisterschaften auf der Kurzbahn schaffte sie gleich 2x den Sprung ins Finale der besten 8. Sie schaffte erneut den Sprung in einen Finallauf bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften. Bei 3 weiteren Starts zeigte sie ebenfalls ihre Klasse; mit der 4x50m Lagenstaffel des VfR schwamm sie zudem einen neuen Bezirksrekord. Bei den Bezirkskurzbahnmeisterschaften im Dezember war sie in drei von vier Finals vertreten und gewann 2 Mal. Hinzu kamen 4 Titel, die direkt nach den Vorläufen entschieden wurden. Tim Rothärmel hatte 5 Starts bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften. Er ist 5-facher Bezirksjahrgangsmeister auf der Langbahn und belegte bei den NRW-Kurzbahnmeisterschaften über 200m Rücken in seinem Jahrgang einen guten 6. Platz. Bei den Bezirksmeisterschaften auf der Kurzbahn gewann er 5 Jahrgangstitel und siegte auch über 100 und 200m Rücken in der Offenen Wertung. Die Qualifikationskriterien ließen es bei Jan Pietschmann zu, dass er trotz einer 6-monatigen Pause bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften schwimmen konnte. Über seine Spezialstrecken ging er zudem bei den Bezirkskurzbahnmeisterschaften an den Start und gewann 2x Silber. Im Schwimmen heißen die Senioren im nationalen und internationalen Bereich Masters. Hier tummelt sich Rolf Aust seit vielen Jahren. Obwohl er im letzten Jahr die ganz großen Wettkämpfe ausgelassen hat, schwimmt er mit 60 Jahren die 50m Freistil noch unter 30 Sekunden. Bei den Offenen Spanischen Meisterschaften in Las Palmas konnte er so den 2. Platz belegen. Er war zudem Mitglied in 2 Staffeln seines Vereins bei den NRW-Masters-Meisterschaften auf der Kurzbahn, die er beide mit zum Sieg führte. Bei seinen Einzelstarts über 2 Sprintstrecken gewann er Silber und Bronze. Auch Holger Stein war mit den beiden Staffeln erfolgreich und wurde 4. über 100m Brust. Sein größtes schwimmerriches Erlebnis war die Teilnahme bei den European Masters Championships in London. Ulrike Rothärmel ist bei Deutschen und NRW-Meisterschaften regelmäßig dabei, jedoch nicht als Sportlerin, sondern als Kampfrichterin. Sie gehört dem entsprechenden Kader des Deutschen und des Schwimmverbandes NRW an und war im November bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften für einen Tag die Chefin in der Schwimmhalle. Auch als Nachwuchstrainerin beim VfR Übach-Palenberg, als Sachbearbeiterin im Schwimmausschuss des Schwimmbezirks Aachen und als Mitglied des Kampfrichterlehrstabes im Bezirk ist sie aktiv. 

Die Sportschützin Anne Ohler ist Mitglied der Pierer Luftpistolenschützen, die als Sieger der 2. Bundesliga West zu einem Relegationswettbewerb nach Hannover reisen durften. Dort konnten sie in einem spannenden Qualifikationsfinale mit 7 Ringen Vorsprung die Führung im Aufstiegskampf erzielen und schafften so den Aufstieg in die 1. Bundesliga. 

Die Bogenschützin Lisa Thomas hat bei der Landesmeisterschaft Halle in der Jugendklasse weiblich mit dem Recurvebogen den 2. Platz belegt. Hubert Wirtz wurde in der Altersklasse Blankbogen Landesmeister im Freien. Robert Kühn belegte mit dem Langbogen bei der Landesmeisterschaft Halle den 3. Platz. 

Die U 14 Basketballer der Spielgemein­schaft Herzogenrath/Baesweiler konnten nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr nun mit 17 Siegen und drei knappen Niederlagen die Meisterschaft in der U 14-Basketball-Oberliga gewinnen. Eine bemerkenswerte Leistung, weil das Team um Trainer Gerd Neffgen nach fünf altersbedingten Abgängen eine völlig neue Mannschaft aufbauen musste. 

Als Belohnung und Beleg der dauerhaft guten Jugendarbeit konnte die Handballer der C-Jugend des BSC Setterich nach 2014 erneut in der Kreisklasse den Meistertitel 2016 gewinnen. Auch die D-Jugend war erfolgreich und sicherte sich den Kreispokaltitel 2016. 

Die Radballer Tim Hammerer und Thomas Kosub wurden nach der Rückkehr in die Oberliga NRW relativ unerwartet Tabellenzweiter. Im Jugendbereich wurden Johannes Müller und Tim Bongartz am Ende einer guten Saison Tabellenfünfter in der U17-NRW-Liga. 

Die Judokas der Altersklasse U12 des JJJC Samurai Setterich konnten mit 13 Judokas im Alter von 8 bis 11 Jahren den Kreismeistertitel gewinnen. Dabei war der Start zunächst nicht sicher, weil die Settericher von den mindestens zwei geforderten Mädchen nur eine Kämpferin stellen konnte. Dank der Unterstützung von zwei Mädchen des TV Manheim stand dem Sieg dann aber nichts mehr entgegen. 

Jörg Heynen vom TSV Herta Walheim konnte bei der Judo-Europameisterschaft der Männer über 50 Jahren in Porec/Kroatien eine umjubelte Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm gewinnen und besiegte dabei auch den Weltmeister. Bemerkenswert war die Bronzemedaille auch deshalb, weil es erst sein zweiter Kampf nach einer längeren Verletzungspause wegen eines Achillessehnenrisses war. 

Im Tennis konnte Till Sieben zum dritten Mal in Folge die Verbandsmeisterschaft im Tennisverband Mittelrhein bei den Knaben Jahrgang 2005 gewinnen. Er hat zudem den Dr. Axel Niemöller Cup 2016 in Mönchengladbach gewonnen und konnte zum wiederholten Mal den Dreco-Cup in Alsdorf für sich entscheiden. Beim "Süd-West-Cup" in Nürnberg hat er das Endspiel der Nebenrunde erreicht. Till ist seit 2016 Mitglied im Verbandskader des Tennisverbandes Mittelrhein und wird in der deutschen Rangliste der Junioren U12 aktuell auf Rang 19 geführt. Die 1. Junioren des BTC gewannen ihre Spiele in der Wintersaison 2015/2016 klar und schafften damit den Aufstieg in die 1. Bezirksliga. Die 1. Herrenmannschaft konnte im Sommer in die 1. Verbandsliga aufsteigen. Auch die 1. Herren 55 schaffte im Sommer souverän den Aufstieg in die 1. Verbandsliga. 

Stefan Leupers realisierte sich einen Traum und hat die Strecke von Flensburg bis Oberstdorf, insgesamt 1488 Kilometer, in drei Wochen mit dem Liege-Dreirad zurückgelegt. Zwölf Tage Sonnenschein, mehrmals nass bis auf die Haut, zwei Pannen und viele nette Begegnungen gehörten zur Schlussbilanz von Stefan Leupers, der nun davon träumt, Deutschland vom West- bis zum Ostzipfel mit dem Liegerad zu befahren. 

Der 80-jährige Fred Michels ist als Wanderer und Wanderführer schon seit Jahrzehnten aktiv. Angefangen hat alles mit einer Narzissen-Wanderung im Jahr 1976. Dies war die Geburtsstunde der Wandergruppe des Obst-, Garten- und Verschönerungsvereins, deren Wanderungen bis heute ein Dauerbrenner sind. Neben den Wanderungen des Gertenbauvereins hat Fred Michels als Mitglied des Eifelvereins auch rund 100 Wanderreisen organisiert, die ihn unter anderen auf die Inseln Madeira, Teneriffa und Kreta aber auch in die Toskana, in die Schweiz oder nach Island führten. 

Die Damenmannschaft der Behindertensportgemeinschaft Baesweiler ist Landesmeister im Bosseln geworden. Die Damen haben in der Landesliga gegen 14 Mannschaften gespielt und nur ein Spiel verloren. 

Arndt Bleimann wohnt zwar nicht in Baesweiler, ist aber als Leiter des Amtes für Abwasserbeseitigung und Straßenbau schon lange bei der Stadt Baesweiler beschäftigt. Seit 2007 ist er Triathlet. Im vergangenen Oktober ist er zum ersten Mal bei der Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii an den Start gegangen. Bereits 13 Triathlons über die Langdistanz - 3,86 Kilometern im Wasser, 180 Kilometern auf dem Fahrrad und 42,2 Kilometer auf der Marathonstrecke - hatte der 45-jährige aus Stolberg-Mausbach bis dahin schon bestritten, doch beim 14., dem Ironman auf Hawaii, erfüllte sich ein Traum. Genießen wollte Arndt Bleimann das Rennen und ins Ziel kommen, wenn es noch hell ist, das hatte er sich vorgenommen und das hat er geschafft. Nach 10:52:06 Stunden ist er auf Platz 1001 ins Ziel gelaufen. In seiner Altersklasse landete er auf Rang 144. In seiner Agegroup (45 - 49) ist er damit in der Jahreswertung 2016 aller IRONMAN Rennen weltweit unter ca. 7.000 Athleten Elfter. 

Erwähnenswert waren auch die Erfolge der Wasserspringerinnen Elena und Christina Wassen, die nicht anwesend sein konnten, weil sie in Berlin leben und trainieren. Für die 16-Jährige Elena Wassen war es ein ganz besonderes Jahr. Im Sommer war sie mit 15 Jahren jüngste deutsche Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und hat dort einen hervorragenden 17. Platz belegt. Im Dezember hat sie als Krönung ihres sensationellen Jahres bei den Junioren-Weltmeisterschaften im russischen Kazan die Goldmedaille vom Turm gewonnen. Ihre Schwester Christina Wassen, die leicht angeschlagen den Wettkampf bestritt, wurde Achte der Weltmeisterschaften. 

„Eine Ehrung, wie wir sie heute zum wiederholten Male vornehmen, drückt immer auch die Verbundenheit der Stadt mit ihren Sportlerinnen und Sportlern aus und sie zeigt, wie sehr wir uns über Ihre Erfolge freuen“, sagte Dr. Linkens abschließend und wünschte den Sportlerinnen und Sportler für die sport­liche Zukunft, aber auch für das persönliche Wohl­ergehen alles Gute, viel Glück, eine verletzungsfreie Zeit und das Geschenk des Erfolges.

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