Kultur nach 8 geht in die 13. Runde

13 Nov 2017

Das Kultur nach 8 - Jahr 2018 kommt mit vielen neuen Gesichtern und Bewährtem daher. Die großen Konstanten bleiben auch in Runde 13 erhalten: 1. Donnerstag im Monat, Beginn: 20.08 Uhr, gleichbleibende Eintrittspreise - Abonnement 99,00 Euro, Tageskarte 10.00 Euro. Nur im Januar und im Dezember wird bereits mittwochs gespielt. 

Der Vorverkauf startet am Samstag, 18.11.2017, 10.00 bis 11.00 Uhr, im Kulturzentrum Burg Baesweiler. Das Bistrorant Löwenherz ist bereits ab 8.30 Uhr geöffnet. Restkarten sind ab Montag, 20.11.2017, an der Infothek im Rathaus Baesweiler erhältlich. 

Diesmal geht´s bereits am Mittwoch, dem 03.01. los. HG. Butzko spricht über die „Menschliche Intelligenz - oder: Wie blöd kann man sein?“. Als Captain Kirk und Mr. Spock mal einen entfernten Himmelskörper besuchten, kamen sie anschließend zu dem Fazit: „Es gibt keine menschliche Intelligenz auf diesem Planeten.“ Das funkten sie zur Erde. Einem Planeten, auf dem vor tausenden von Jahren ein paar Leute Stimmen hörten, über die anschließend Bücher geschrieben wurden, worin zu lesen war, dass man so leben muss, wie in diesen Büchern geschrieben steht, oder man kommt in die Hölle. Das Erstaunliche ist nicht, dass diese Bücher Weltbestseller wurden. Das Erstaunliche ist, dass bis heute Milliarden von Menschen ihr Leben nach diesen Büchern ausgerichtet haben. Die einen wollen dabei einen säkularen, die anderen einen Gottesstaat, die einen mit friedlichen Mitteln, die anderen mit AstroTV. Aber ob Dschihadisten im Nahen Osten, oder Evangelikale im Wilden Westen, selbst CDU/CSU berufen sich in ihrem Namen auf einen Religionsstifter, und auch wenn sie sich in der Wahl ihrer Methoden unterscheiden, so haben sie alle etwas gemeinsam: Sie vermischen in übergriffiger und unzumutbarer Weise Religion und Politik. Wobei unterschieden werden muss zwischen Religionen und Religiosität. Religiosität ermöglicht dem Einzelnen eine Beziehung zum Ganzen. Religionen sind Kartelle zur Durchsetzung von Machtinteressen. Deswegen brauchen Religionen unbedingt religiöse Menschen, um ihnen Gottesfurcht einzuflößen. Während religiöse Menschen nicht unbedingt Religionen brauchen, um den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Höchste Zeit also für einen gläubigen Atheisten. Und wer wäre da nicht besser geeignet, als HG. Butzko. Stets tagesaktuell kommt sein satirisch-politisches Kabarett ohne Gebetsmühlen und Moralpredigt aus. Butzkos Argumente sind nicht immer bequem, aber dafür logisch statt ideologisch. Und manchen spricht er dabei ins Gewissen, vielen aus der Seele, doch vor allem immer Klartext. Da weiß man, was man hat. Amen! 

Er ist das Gesicht der Reihe „Kultur nach 8“. Am 01.02. kommt Frank Küster gemeinsam mit seinem bereits legendären Baesweiler Burgorchester auf die Baesweiler Bühne. „8 nach 8 - Die Küster Nacht“ wird auch im Jahr 2018 kabarettistische Aufarbeitungen der zurückliegenden Ereignisse liefern. Gespickt mit spitzen Musik, Gästen im „Open Spot“ und als „Stargast“ verbringen Sie einen kurzweiligen Abend im Kulturzentrum Burg Baesweiler. Wie in den letzten Jahren auch wird Frank Küster ein 2. Mal in der Burg Baesweiler vorbeischauen - am Donnerstag, dem 06.09.2017. 

Dagmar Schönleber ist ein neues Gesicht in Baesweiler. Am 01.03. steht sie mit „40 Fieber - zwischen Dope und Doppelherz“ auf der Bühne. Dagmar Schönleber raucht der Kopf: sie hat altersmäßig ihre Schuhgröße überholt. Aber 40 ist das neue 30, sagt man, auch wenn der eigene Körper das Gegenteil behauptet. Der Vergleich zwischen dem Blick in den Spiegel und den Selfies auf Facebook zeigt: das Leben hat keinen Vintage-Filter. Aber: sind Falten okay, so lange man darüber twittert? Was ist eigentlich in einer Gesellschaft los, die immer älter wird, aber gleichzeitig immer länger jung bleiben muss? Sie macht sich Gedanken zu Lebensmitte und Lebensmitteln, auch aus der Sicht von Teenagern und Senioren, dazu gibt es aufbauende und demoralisierende Lieder, Weisheiten und Unsinn. Ein Abend zwischen Postpubertät und Altersstarrsinn, kurz: Eine Rheumasalbe fürs Gemüt. 

Jürgen Beckers macht am 05.04. mit seinem „Frühjahrsspecial“ Station in Baesweiler. In mundartlicher Manier bringt er dem Besucher den Frühling näher. Eine Zeit zwischen Winter und Sommer die es in sich hat. Nach dem langen Winter steht natürlich auf dem Programm, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Schließlich soll alles „fein“ und die Blumen an altbewährtem Platz „geflanzt“ sein, wenn der Grill wieder seinen Platz einnimmt. Gut, dass man an den „Feiertaren“ zu Ostern Zeit hat, sich von der anstrengenden Gartenarbeit zu erholen. Aber nicht nur davon muss man sich erholen - der Karneval hat sicherlich auch seine Spuren hinterlassen. 

Bereits 2016 hat DESIMO das Baesweiler Publikum begeistert. Nun ist er am 03.05. mit seinem neuen Programm „Zaubershow“ wieder zu Gast - Originell, überraschend und nachhaltig verblüffend. DESIMO packt seine Lieblingstricks in den Zauberkoffer und spielt, was ihm an diesem Abend am besten gefällt! Da kann Uri Geller auf ein Esoterik-Buch treffen oder Engel erfüllen Wünsche aus dem Universum – aber vielleicht spielt auch der Zettel im Stutzen eines Fußballtorwarts eine Rolle, es gibt im „Super-Quiz“ etwas zu gewinnen oder Sie staunen im wahrsten Sinne des Wortes Bauklötze. Und kann das überraschende Spiel mit Worten nicht auch verblüffen? Es wird jedenfalls viel passieren in dieser abwechslungsreichen Show, denn das ganz persönliche Repertoire des charmanten Entertainers ist groß. Und spontan ist er auch noch! Für diesen Abend poliert der unterhaltsame Hannoveraner seine persönlichen Meilensteine der Zauberkunst noch einmal auf und bringt sie frisch auf die Bühne – zusammen mit einigen ganz aktuellen Einfällen. Als stilsicherer Komiker und sympathischer Moderator mit einem klaren Blick für die skurrilen Momente im Leben entführt DESiMO uns in die Welt seiner liebsten Unerklärlichkeiten – und weiß dabei selbst noch nicht so ganz genau, wo dieser Weg uns genau hinführen wird... 

Am 07.06. fragt Hans Gerzlich „Wie war dein Tag Schatz?“. Lägen Sie bei einer Beerdigung lieber im Sarg, statt die Totenrede halten zu müssen? Tragen Sie im Meeting eher locker-flockig vor oder bringt Sie die erste Rückfrage schon mehr ins Schleudern als Schneeglätte auf der Sauerlandlinie einen kasachischen LKW mit abgefahrenen Sommerreifen? Hans Gerzlich nimmt Sie nicht nur mit ins Meeting, sondern auch in die Kantine, in die Kaffeeküche, ins Vorstellungsgespräch und macht Sie mit seinen Karrierezielen vertraut. Kurzfristiges Ziel: Feierabend. Langfristiges Ziel: Wochenende. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann und studierte Diplom-Ökonom klärt auf, warum Sie in Bewerbungsgesprächen auf jeden Fall rotzfrech auftreten sollten, wieso Sie Stellenanzeigen wie Reiseprospekte lesen müssen und weshalb iPhone-Nutzer mehr Sex haben. Und wie war dein Tag, Schatz? Bei diesem Kabarettprogramm werden Sie sich kringelig lachen, wenn Sie im Büro arbeiten, mal im Büro gearbeitet haben oder jemanden kennen, der im Büro arbeitet oder mal im Büro gearbeitet hat. Tragen Sie sich Hans Gerzlichs Tourneetermine in den Outlook-Kalender ein, setzen Sie Ihre Kollegen in Cc und erfahren Sie das neueste Bürogeflüster - von Hans Gerzlich. 

Was es mit „Hauptsache, es knallt“ auf sich hat, erklärt Ihnen am 05.07. Robert Griess. Die Nachrichtenlage bewegt sich zwischen echten Schlagzeilen, täglichen Trump-Zeilen und Fake-News. Das Motto der Handelnden lautet: „Hauptsache, es knallt!“ Im neuen Programm des Kölner Kabarettisten Robert Griess knallt es auch – und wie: Pointen, Gags und aberwitzige Szenen. Wer Griess live erlebt, versteht schnell, warum solch eine Kraft von seinem Witz ausgeht: Er ist der sympathische, herzliche Kerl, den man sofort gern hat. Sein geschickter Hinterhalt als Sympathieträger eröffnet ihm alle Möglichkeiten. Robert Griess ist nichts heilig: Nicht einmal er selbst und die Rolle des Kabarettisten als „Pausenclown des Neoliberalismus“. Griess´ einzigartige Mischung aus Stand-up-Kabarett und seinen wahnsinnig komischen Figuren bietet eine abwechslungsreiche Kabarett-Show mit hohem Lachfaktor und inhaltlicher Relevanz. Da wird über die Charity-Kultur der Reichen gelästert, schräg die Reichtums-Migration besungen und ein modernes Welten-Drama in bester Heiner-Müller-Christoph-Schlingensief-Tradition inszeniert. Und Herr Stapper auf Hartz IV – Lebensmotto: Hauptsache, es knallt! – erklärt, warum er als abgehängtes Prekariat trotzdem nicht auf die AfD hereinfällt. Und es gibt – erstmals bei Griess – sogar ein, zwei Songs, die es in sich haben, zu hören. Eine Show wie ein Spektakel! 

Marc Breuer alias „Löschmeister Jackels“ ist am 02.08. mit seinem Programm „Löschen, retten, Keller leerpumpen“ zu Gast in Baesweiler. Die Feuerwehr: eine faszinierende Welt, über die wir alle noch viel zu wenig wissen. Löschmeister Josef Jackels gilt als einer der herausragendsten Löschgruppenführer im ganzen Bereich Selfkant, Südwest. Der Mann hat schon alles erlebt. Abgebrannte Gartenhäuschen, wild gewordene Bienenvölker, Falschparker beim „Tag der offenen Tür“. Wenn er das Wort ergreift, dann schlackern selbst altgediente Feuerwehr-Experten mit den Ohren. Sein Fachwissen hält sich zwar in Grenzen. Auch an seiner Nervosität muss er noch arbeiten. Aber all das macht er durch seine Einsatzfreude wieder wett. Löschmeister Jackels ist eine Seele von Mensch – fleißig, ehrlich und absolut enthusiastisch. Wenn es im täglichen Dienst mal zu Pannen, Abstimmungsproblemen oder zu Unrecht gelöschten Häusern kommt, motiviert ihn das eher. Schließlich hat er eine „Fision“: Feuersicherheit in allen Lebenssituationen. Die allergrößte Herausforderung in seiner Karriere steht ihm allerdings erst noch bevor: die unfallfreie Festrede zum 100. Geburtstag des Feuerwehrverbandes. Erleben sie Löschmeister Jackels in allen Lebens- und Feuerwehrlagen. Tauchen Sie ab in die sehr authentische Welt der rheinischen Feuerwehren und lernen Sie auch unbedingt Josefs sympathischen Bekanntenkreis kennen: Feuerwehr-Hilfspraktikant Richard Borowka, Gebrauchtwagenhändler Heribert Oellers und Vorort-Rockstar Manni Mertens. 

Am 04.10. wird Fatih Cevikollu mit seinem Programm „Fatih Morgana“ auf der Bühne stehen. Ich sehe was was du nicht siehst und das ist: nicht da! Willkommen in der schönen neuen Welt der alternativen Fakten. Fatih Morgana ist eine Einladung zum Perspektivwechsel. Die Echokammer der Realität läßt nur durch, was du hören willst, denn: Wer sich permanent in seiner Wohlfühl-Filterblase bewegt, besorgt es sich ständig selbst - möglicherweise befriedigend, aber ist es auch befruchtend? Sein neues Solo-Programm widmet Fatih Cevikkollu dem Schein und dem Sein: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Die Bild-Zeitung als Organ des aufklärerischen Journalismus? Ein Sultan für die Demokratie, ein Patriarch als Vorkämpfer der Gleichberechtigung? Ist Trump ein Hund, oder warum hat er Angst vor China? Ist der Geist einmal aus der Flasche bleibt die Frage: Wer hat den Geist, wer die Flasche? Europa wird belagert von Rechten Spaltern, ob Holland oder Österreich, ob Orban oder Kacinzky - alles ausgewiesene Penner. Penner auf französisch? Le Pen! Der Widerstand gegen die Verrohung der Gesellschaft beginnt mit der Überwindung der eigenen Angst. FatihMorgana - nichts ist wie es scheint! Kommen Sie rein! Schauen sie den Phrasendreschern auf's Maul! Schauen Sie den Hütchenspielern auf die Finger! Achten Sie auf die Tricks! Lassen Sie sich verwirren! Und vergessen Sie nicht, Sie haben immer die Wahl, gehen Sie wählen. 

Ein weiteres neues Gesicht erwartet die Besucher am 08.11. Peter Vollmer präsentiert sein Programm „Frauen verblühen, Männer verduften“. Für Männer gibt es gerade mal wieder 1000 gute Gründe zu verduften: Für´s Geld verdienen und Kinder zeugen werden sie schon lange nicht mehr gebraucht; jetzt parken auch noch die Autos alleine ein. Männer werden im Grunde nur geduldet, weil irgendeiner Leergut wegbringen muss. Kein Wunder, dass viele von Ihnen Fluchtpläne schmieden. Sie legen sich ein Navigationsgerät zu. Damit sie jemanden zum Reden haben. Und gestreichelt wird nicht mehr die Ehefrau sondern das iphone. Auch Peter Vollmer ist drauf und dran, die Brocken hinzuschmeißen. Seine Gattin hat vegetarische Zwangsernährung angeordnet, beim Marathon ist er der Einzige, der die Abkürzung nicht kennt und als Mittvierziger wird er plötzlich mit Anforderungen konfrontiert, von denen vorher nie die Rede war. Er muss erkennen: Ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und ein Kind zeugen reicht längst nicht mehr aus. Erst wenn er eine Intim-Rasur, einen Kindergeburtstag, und einen Elternabend ohne Narkose überstanden hat, dann ist ein Mann ein Mann! 

Den Abschluss des Kultur nach 8-Jahres wird am 05.12. (mittwochs) René Steinberg mit seinem Weihnachtsprogramm „Irres ist festlich“ gestalten. Weihnachten steht für so wunderbare Dinge wie Besinnlichkeit, Frieden, Gemütlichkeit und Kerzenschein. Aber warum erleben wir dann Stress, Kaufwahn, Familienzwist und Burnout? Und wo genau ist eigentlich die Vorfreude auf der Strecke geblieben? An der Packstation? Im Parkhaus der Shopping Mall? Oder bei Ebay? In seinem Weihnachtsprogramm stellt Weihnachtsfan René Steinberg genau diesen Zwiespalt dar: Wenn es das Fest der Liebe ist, warum treten mir so viele Miesepeter auf Weihnachtsmärkten in die Hacken? Und zwar extra!! Ist man nach 10 Glühwein besinnlich oder schon besinnungslos? Und: Warum schenken Eltern ihren Kindern nicht einfach nur ein von ihnen selbst gemaltes Bild? Dann wissen die Kinder mal, wie das ist!! Machen Sie mit bei einem vorweihnachtlichen Abend, bei dem Sie über all die großen und kleinen weihnachtlichen Beklopptheiten mal lauthals lachen können. Weil Lachen bekanntlich entspannt – gerade auch mit anderen Menschen zusammen – denn wie gewohnt interagiert Steinberg viel mit seinem Publikum; damit man einen schönen gemeinsamen Abend erlebt. Vielleicht ein bisschen so, wie einst die Hirten, denn denen verkündete der Engel ja auch keine Paybackpunkte, sondern vor allem: eine große Freude! Also: zurück zu den fröhlichen Wurzeln des Weihnachtsfestes: Karten holen, entspannen und dann: „Lasst uns froh und munter sein!“

 

 

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