Holzasche - die Kehrseite des Kaminfeuers

Bei steigenden Energiepreisen finden die Kamin-, Kachel- oder Schwedenöfen immer mehr Anhänger. Nicht nur gemütlich und kostensparend, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz ist dieses Heizen, denn im Gegensatz zu der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Gas, Erdöl oder Kohle wird bei dem Heizen mit Scheitholz nur das CO2 frei, das der Baum aus der Atmosphäre aufgenommen hat.
Aber wie alles hat auch das Kaminfeuer eine Kehrseite – die Entsorgung der Asche.
Eine direkte Ausbringung oder auch die Beigabe auf dem Komposthaufen ist nicht zu befürworten. Zwar wurde die Holzasche lange Zeit aufgrund ihres Kaliumgehaltes als Dünger im Garten oder als Kompostzugabe empfohlen, aber mit zunehmender Luftverschmutzung haben die Bäume und Böden immer mehr Schwermetalle wie Cadmium und Blei angereichert. Wird das Holz nun verbrannt, so reichert sich die Konzentration der Schwermetalle in der Asche an. Auf den Gartenboden aufgebracht, bewirkt die Asche einen zusätzlichen Schwermetalleintrag der Böden. Diese Schwermetalle können wiederum über Nutzpflanzen aufgenommen werden, so dass sie in unsere Nahrung gelangen und unsere Gesundheit belasten können.
Die Entsorgung der Asche über die Biotonne ist nicht möglich, da hierdurch der aus den Bioabfällen gewonnene Kompost ebenfalls mit Schwermetallen belastet würde.
Deshalb gehört die Holzasche in die Restmülltonne. Die Holzasche gelangt auf diesem Wege zur Müllverbrennungsanlage, in der Schadstoffe durch Filter abgeschieden werden. Wichtig ist hierbei, dass die Asche ausgekühlt ist, bevor sie in die Restmülltonne gegeben wird. Zum Auskühlen ist ein separater Metalleimer empfehlenswert.


Weitere Tipps und Anregungen sind bei der Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH telefonisch unter:
0180 2 / 60 70 70 (6 Cent pro Anruf aus deutschen Festnetz und max. 42 Cent/min. Mobilfunk) oder unter der
Festnetznummer: 02403 / 8766 – 353 zu erfahren.