Bioabfälle sauber sammeln

Kompostierbare Bioabfallbeutel und -säcke aus Biokunststoffen sind jetzt auch im Gebiet des Zweckverbandes Entsorgungsregion West (ZEW-Gebiet) für die Biotonne zugelassen!
Voraussetzung ist jedoch, dass die im Handel erhältlichen Bioabfalltüten und –säcke mit dem eingetragenen und geschützten Markenzeichen „Keimling“ gekennzeichnet sind
(siehe Abbildung: der "Keimling“ ist ein EU-weites Zeichen der European Bioplastics e.V. und wird von den beauftragten Zertifizierungsorganisationen Din Certco und Vinçotte nach standardisierten Verfahren vergeben).Dieses Kompostierbarkeitszeichen dürfen nur diejenigen Bioabfallbeutel tragen, die laut der europäischen Norm DIN EN 13432 oder DIN EN 14995 nachgewiesenermaßen „biologisch abbaubar“ sind. Für diese Zertifizierung müssen die Bioabfallbeutel innerhalb einer vorgegebenen Zeit unter bestimmten Bedingungen – hohe Temperatur, hohe Feuchtigkeit, definierter Sauerstoffgehalt - zu mindestens 90 % abgebaut sein.

Diese Bioabfallbeutel mit dem „Keimling“ können in der Biovergärungsanlage in Würselen von den Mikroorganismen abgebaut und zu Kompost, Wasser und Kohlendioxid umgewandelt werden.

Es ist nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, Bioabfälle aus dem Haushalt getrennt zu sammeln. Die Biotonnen sind darüber hinaus ökologisch sinnvoll, da sie einen wertvollen Rohstoff für die Gewinnung von Energie in Form von Biogas bereitstellen und die organischen Abfälle anschließend zu nährstoffreichem Kompost verarbeitet werden.
Typische Bioabfälle sind zum Beispiel Reste von Salat, Gemüse und Obst oder Kaffeesatz und verwelkte Blumensträuße, aber auch gekochte Speisereste.

Alle diese Abfälle sind feucht und fangen bereits bei Zimmertemperaturen an, sich zu zersetzen. Die Folge der fortschreitenden biologischen Umsetzungsprozesse: das organische Material wird weich und schmierig, es treten Sickersäfte aus und unangenehme Gerüche können sich ausbreiten.
Um eine Verschmutzung des Eimers zu verhindern, eignet sich Zeitungspapier sehr gut, welches die Feuchtigkeit aufsaugt und bindet. Auch Kraftpapiertüten zur Auskleidung der kleinen Sammelgefäße in der Küche leisten in der Regel gute Dienste und werden anschließend mit kompostiert.
Unbestrittener Nachteil: durch die Feuchtigkeit können die Papierfasern vorzeitig durchweichen und die Tüten zerreißen.

Deshalb: wer mit diesen Hilfsmitteln bisher nicht zufrieden war, dem können die kompostierbaren Bioabfallbeutel, die in vielen Lebensmittelgeschäften, Discountern und Drogeriemärkten erhältlich sind, gute Dienste leisten. Sie sind nass- und reißfest und verhindern das Verschmutzen der Sammelgefäße. Und kompostierbare Bioabfallsäcke zum Auskleiden der Biotonnen leisten denjenigen gute Dienste, die ihre Tonnen nicht regelmäßig mit dem Wasserschlauch säubern können oder wollen.

Nicht vergessen: nur der „Keimling“ gibt grünes Licht für die Biotonne!
Nicht zugelassen für die Biotonne sind weiterhin die viel materialstärkeren Plastikeinkaufstüten, auch wenn sie mit dem Aufdruck “100% kompostierbar“ werben, sowie herkömmliche, nicht kompostierbare Kunststofftüten. Diese bereiten technische Probleme bei der Kompostierung in der Biovergärungsanlage Würselen und können nicht zu Kompost umgebaut werden.

Weitere Informationen sind bei der Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH telefonisch unter:
Festnetznummer: 02403 / 8766 – 353 zu erfahren.