Fassaden- und Hofprogramm: Gemeinsam Stadt gestalten!

Eine attraktive Innenstadt gestalten, das ist das wesentliche Ziel des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Baesweiler Innenstadt. Im Zuge dieses Programmes sollen unter anderem der zentrale Omnibusbahnhof Baesweiler In der Schaf (ZOB), der Kirchvorplatz und die Kückstraße neu gestaltet sowie die Kirchstraße punktuell aufgewertet werden. Es ist unerlässlich, eine Innenstadt zu attraktiveren, um so neben der Aufwertung der Aufenthaltsqualität den Wirtschaftsstandort zu sichern und konkurrenzfähig zu bleiben.

Doch allein die Umgestaltung des öffentlichen Raumes allein reicht nicht aus. Ebenso unerlässlich sind Maßnahmen an privaten Gebäuden und Flächen, umso den Gesamteindruck der Innenstadt entscheidend mitzuprägen.

Mit Fördermitteln durch Bund- und Landesmittel möchte die Stadt Baesweiler nun auch die Haus- und Grundeigentümer unterstützen, ihre Haus- und Hofflächen, die dem öffentlichen Raum zugewandt sind, anzugehen. Mit dem speziell aufgelegten Fassaden- und Hofprogramm, gültig für den dazu festgesetzten Geltungsbereich (siehe Abbildung), sollen Ideen ideell und finanziell unterstützt werden.

Unter anderem können Maßnahmen zur Instandsetzung und Sanierung privater Hausfassaden oder der Rückbau von Fassadenverkleidungen aber auch die Gestaltung von Vorgärten oder Innenhöfen gefördert werden. Es kann ein Zuschuss in Höhe von 50% der maßnahmenbedingten nachzuweisenden Aufwendungen gewährt werden, d. h. max. 30 €/m² bei einem Aufwand von 60 €/m² umgestalteter Fläche.

Hierzu muss im Vorfeld und vor Maßnahmenbeginn ein entsprechender Antrag mit Kostenaufstellung, Flächenermittlung und drei Vergleichsangeboten an das Stadtentwicklungsamt eingereicht werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung, Umsetzung, Stellung des Förderantrages und der Finanzierung. Vereinbaren Sie dazu einen Termin unter caprice.mathar@stadt.baesweiler.de oder 02401 800 375.

Beispiel für Berechnung der Fassadenfläche:

Fassadenhöhe x Fassadenbreite = Fassadenfläche
7,00 m x 6,50 m = 45,50 m²
Ohne Fenster– und Türfläche: 6 x (1,25 m x 2,00 m) = 15 m²
Zuschussfähige Fläche: 45,50 m² - 15 m² = 30,50 m²
Zuwendungshöchstbetrag: 30 €/m² bei einem Aufwand von 60€/m²
Höchstmögliche Zuwendung: 30,50 m² x 30 €/m² = 915 €
Fenster- und Türflächen dürfen nur bei ihrer Verbesserung mit berechnet werden.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen das Gesicht unserer Innenstadt positiv zu verändern. Machen Sie mit und gestalten Sie mit uns unsere Heimatstadt!

Die Richtlinie sowie der genaue Geltungsbereich können hier oder im Rathaus Mariastraße 2, Zimmer 309 eingesehen werden.

Verfügungsfond

1. Treffen des Entscheidungsgremiums hat stattgefunden

Am 06.02.2017 hat das Gremium zur Entscheidung über den Verfügungsfond für die Baesweiler Innenstadt seine Arbeit aufgenommen.

Im sich in der Entstehung befindenden Quartiersbüro in der Kückstraße trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Anwohner, Einzelhändler, des Gewerbeverbandes, der Vereine und auch der Kommune, um sich in einem ersten Gespräch über die Hintergründe des Verfügungsfonds und erste Ideen zu deren Verwendung auszutauschen.

Nach Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Linkens erläuterte die Techn. Dezernentin Iris Tomczak-Pestel die im Bereich der Kückstraße und des Kirchplatzes anstehenden und zur Förderung eingereichten Baumaßnahmen, deren Ziel es ist, die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zu diesen Bereichen umzusetzen und die Innenstadt auch baulich zu attraktiveren. Anschließend erläuterte its-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling nochmals den Hintergrund des eingerichteten Verfügungsfonds.

Über diesen Verfügungsfond, der die städtebaulichen Maßnahmen im Innenstadtbereich Baesweiler begleiten soll, können verschiedenste stadtgestalterische, aber auch den Handel und die Baesweiler Innenstadt fördernde Maßnahmen, teilfinanziert werden. Ziel ist es, auch Gelder Privater (z.B. Anwohner und Händler) für die Innenstadtgestaltung, z.B. zum Abbau von Leerstand, zur Attraktivierung der Einkaufsstraße, aber auch für imagebildende Aktionen einzusetzen.

Die theoretischen Einsatzmöglichkeiten dieser Mittel erläuterte Dirk Pfeifferling an einigen Beispielen, sodass sich die Anwesenden einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Über konkrete Anträge wurde bei diesem Treffen noch nicht entschieden. Allerdings liegen bereits erste Ideen, die in ihrer Ausgestaltung jedoch noch verfeinert werden müssen, auf dem Tisch. Hierüber werden wir weiter berichten.

Förderantrag für das Projektjahr 2017 eingereicht

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres hatten das beauftragte Planungsbüro, die Verwaltung mit den Fachämtern Tiefbau und Planung und die politischen Gremien noch einiges zu tun, um den jedes Jahr neu zu stellenden Förderantrag für die Projekte im Rahmen des IHK (Integrierten Handlungskonzeptes) Baesweiler für 2017 auf den Weg zu bringen. 

Zu den einzelnen Projekten, für die Zuschüsse aus dem Städtebauministerium beantragt werden sollen, sind dabei erste Planungen zu entwickeln, die Ergebnisse aus den Bürger-Workshops aufzubereiten, Pläne, Beschreibungen und erste Kostenberechnungen zu erstellen und so den Fördergebern anschaulich, komplex und überzeugend den Mehrwert der beantragten Maßnahmen für die Lebensqualität in der Stadt Baesweiler nahe zu bringen. 

Dies haben wir gemeinsam für das laufende Jahr u.a. in Hinblick auf folgende Maßnahmen getan: 

Zentraler Omnibusbahnhof Baesweiler In der Schaf (ZOB) 

Hierzu wurden in ersten Bürger-Workshops bereits Anregungen gegeben und Ideen gesammelt, die in einer ersten Rahmenplanung mündeten. Diese erste Rahmenplanung wurde bereits in den politischen Gremien und am Städtebaufördertag der Öffentlichkeit vorgestellt. Da hier auch aufgrund vorgebrachter verschiedener Anregungen, der schwierigen beengten räumlichen Situation und den vielfältig zu beteiligenden externen Stellen (ASEAG, Städteregion usw.) mit einem längeren Planungsvorlauf zu rechnen ist, möchten wir in 2017 bereits weitere Planungen vorantreiben. Nach Erhalt des Förderbescheides wird es erneut eine Bürger-/Anwohnerbeteiligung mit Vorstellung der überarbeiteten Planung geben. Eine bauliche Realisierung ist frühestens im Jahr 2018 geplant. 

Aachener Straße (nördlicher Bereich) 

Zur Anbindung des Bereiches Sportpark an den Schulstandort und zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten, vor allem im Schulwegbereich, sowie zur Verbesserung der Befahrbarkeit durch Radfahrer ist eine Deckensanierung und ein punktueller Ausbau geplant, der in 2017 bereits kurzfristig (nach Erhalt des Förderbescheides) auch umgesetzt werden soll. 

Bereich Kückstraße 

Die Achse vom Reyplatz bis zum Kirchplatz soll insbesondere im Bereich der Kückstraße umgestaltet und attraktiviert werden. Hierzu gab es bereits intensive Gespräche im Bürgerworkshop. Die Baesweiler Einzelhändler und Anwohner wünschen sich hier andere (kleinere) Bäume, eine attraktive Gestaltung, Lichtelemente und ansprechende Plätze, die zum Verweilen einladen. 

Bereich Kirchplatz 

Auch hier gab es bereits einen Workshop. Der Kirchplatz soll belebt werden und durch andere Baumstandorte, die Aufwertung der bestehenden Brunnenanlagen, attraktive Sitzmöglichkeiten sowie ansprechende Beleuchtung ein einladender Platz zwischen Kirche, Löffel- und Kirchstraße sowie dem Pfarrhaus werden. Der Bereich der Fahrbahn soll erneuert, das vorhandene Pflaster mit den Bänderungen erhalten werden. Hier sollen Brauchtumsveranstaltungen und der Wochenmarkt, aber auch Ausruhen, Chillen und Genießen vor allem im Sommer möglich sein. Ein Ziel ist die Belebung des Platzes durch Außengastronomie. 

Darüber hinaus sind noch eine Reihe weitere kleinere, begleitende Maßnahmen im Förderantrag enthalten. 

Mit einem Förderbescheid ist voraussichtlich im Sommer zu rechnen. 

Über alle Maßnahmen werden wir zu späteren Zeitpunkten noch weiter berichten und auch immer wieder Bürgerworkshops zu einzelnen Maßnahmen anbieten, die Ihnen Gelegenheit zur Mitarbeit geben. 

Zudem werden die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger demnächst auch in unserem gerade in der Entstehung begriffenen Konzeptladen/Quartiersbüro in der Kückstraße (ehemals Joswig) Gelegenheit haben, sich dort zu informieren und sich an der weiteren Stadtgestaltung und unserem Citymanagement aktiv zu beteiligen. 

Auch Beratungen zu einzelnen Maßnahmen und ggf. Fördermöglichkeiten sind hier zukünftig möglich. Vielleicht achten Sie beim Einkaufen dort schon mal darauf!

Energetische Sanierung Hallenbad Parkstraße

Bürgerversammlung vom 21.11.2016

Am 21.11.2016 fand in der Burg Baesweiler eine Bürgerversammlung zur energetischen Sanierung des Hallenbads Parkstraße im Jahr 2017 statt. Rund 60 interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen an der Informationsveranstaltung teil.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens führte kurz in die Thematik ein und berichtete, dass das Freizeitbad Parkstraße und vor allem das Lehrschwimmbecken Grengracht, beide stammen aus den 70er bzw. 60er Jahren, in die Jahre gekommen sind. Nun sei es gelungen, Fördermittel des Landes und Bundes zu bekommen, um das Hallenbad zu sanieren und gleichzeitig um einen Anbau eines minimal kleineren Lehrschwimmbeckens zu erweitern, welches das Lehrschwimmbecken Grengracht dann zukünftig ersetzen wird. Es wird nach Fertigstellung des sanierten Freizeitbades geschlossen. Die Gesamtkosten für Anbau und komplette Sanierung liegen bei rund 6,7 Millionen Euro, davon sind 5,2 Millionen Euro förderfähig. Hiervon erhält die Stadt 70%, mithin etwa 3,6 Millionen Euro. Nach den Sommerferien 2017 werden die Umbaumaßnahmen beginnen. Während dieser Zeit wird das Lehrschwimmbecken Grengracht den Schwimmern zur Verfügung stehen. „Alle Nutzer, - Vereine, Schulen und Privatpersonen - müssen in dieser Zeit zusammenrücken“, appellierte der Bürgermeister. Auch, um „möglichst viele Angebote beibehalten zu können“.

Reinhardt Eule vom Planteam Ruhr stellte die Planung des „neuen“ Freizeitbades anhand von diversen Grundrissplänen sowie Ansichten vor. Neben der energetischen Sanierung soll der Anbau eines Lehrschwimmbeckens in der Größe 12,50 x 10 Meter ein Schwerpunkt sein. In den seit langem leerstehenden Räumen der Sauna werden dringend benötigte Personalräume sowie mehr Platz für die Technik untergebracht. In unterschiedlichen Höhen, aber ohne Hubboden, da alle relevanten Wassertiefen abgebildet sind, sollen die beiden Bäderbecken angelegt werden. Durch eine Glaswand soll eine optische Beziehung beider Becken hergestellt werden. Das Lehrschwimmbecken könne zukünftig von allen Besuchern genutzt werden und bleibe nicht nur für den Schulsport reserviert, erklärte Reinhardt Eule. Umkleiden wird es künftig nicht mehr oben und unten nach Frauen und Männer getrennt geben. Geplant sind vielmehr Einzel- und Familienkabinen im Erdgeschoss, die einen barrierefreien Zugang ins Bad ermöglichen, und Sammelkabinen im Obergeschoss. Der Eingangsbereich, vornehmlich die Kasse, wird modernisiert. Der Kleinkindschwimmbereich wird in den Bereich des neuen Lehrschwimmbeckens integriert.

Wenn das Freizeitbad in der Umbauphase geschlossen ist – mehr als zwölf Monate Bauzeit sind eingeplant – sollen verschiedene Angebote für die Bürger in der Grengracht vorgehalten werden. So ist geplant, das Lehrschwimmbecken samstags und sonntags für die Bürger zu öffnen. Für die „Frühschwimmer“ wird zudem über Schwimmzeiten „vor der Schule“ von 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr nachgedacht. Außerdem wird versucht, möglichst viele Vereinszeiten und Zeiten für die Wassergymnastik unterzubringen. „Wir werden noch viele Gespräche mit Ihnen führen, um vertretbare Lösungen zu finden“, hoffte Dr. Linkens auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Nutzer.

Etliche Fragen von Zuhörerinnen und Zuhörer konnten bei der Informationsveranstaltung beantwortet werden. Zahlreiche Anregungen und Wünsche wurden zur Beratung mit ins Rathaus genommen.

City- und Geschäftsflächenmanagement

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Baesweiler“ kommt neben den zahlreichen Maßnahmen der städtebaulichen Umgestaltung und Steigerung der Attraktivität der Baesweiler Innenstadt dem City- und Geschäftsflächenmanagement eine zentrale Bedeutung für die Aufwertung und nachhaltige Belebung des Zentrums zu.

Das City- und Geschäftsflächenmanagement soll die strukturelle Veränderung in der Innenstadt begleiten und aktiv dazu beitragen, die innerstädtische Funktion des Einzelhandelsstandortes zu erhalten bzw. zu stärken und auszubauen.

Vorrangiges Ziel ist es hierbei, die Baesweiler Innenstadt so aufzustellen, dass ein attraktives und lebendiges Einkaufszentrum mit einem guten Branchenmix und einer ausgewogenen Mischung aus Nahversorgung und hochwertigem Facheinzelhandel entsteht.

Die „Einkaufsmeile“ der Baesweiler Innenstadt vom Reyplatz bis zur Schaaf mit attraktiven Einzelhandelsgeschäften sowie Ladenhandwerksbetrieben bzw. Dienstleistern zu bestücken, ist eine große Herausforderung. Da vermehrt im Bereich der Kückstraße Leerstand zu verzeichnen ist, ist im Rahmen des City- und Geschäftsflächenmanagements geplant, dort ein bereits seit längerer Zeit leerstehendes, ca.115 m² großes, Ladenlokal anzumieten und hier sowohl eine Art Quartiersbüro für das integrierte Handlungskonzept Baesweiler Innenstadt als auch einen Konzeptladen unterzubringen.

Das Quartiersbüro soll eine Anlaufstelle für alle Akteure in der Innenstadt - z. B. Einzelhändler, Immobilieneigentümer, Anwohner, interessierte Bürgerinnen und Bürger - sein, die sich hier über den aktuellen Stand und die zukünftigen Städtebaumaßnahmen des integrierten Handlungskonzeptes Baesweiler Innenstadt informieren können. So sollen Beratungssprechstunden zum Fassadenprogram und zu energetischen Sanierungsmaßnahmen genauso durchgeführt werden wie Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen für den Einzelhandel und das innerstädtische Gewerbe.

Ebenso sollen die Bürgerinnen und Bürger hier über entstehende und sich in der Umsetzung befindende Planungen und ggf. damit verbundene Maßnahmen zeitnah und aktuell informiert werden und Gelegenheit bekommen, Anregungen und Bedenken „loszuwerden“.

Der Konzeptladen soll als eine Art „Gründerzentrum“ für interessante Einzelhandelsgründungen und kreative Einzelhändler/Onlinehändler/Gewerbetreibende mit Sortimenten, die bislang in der Innenstadt fehlen, dienen. Erklärtes Ziel ist es, die erfolgreichen Gründer und Einzelhändler nach der Startphase im Konzeptladen in freie Gewerbeflächen in der Innenstadt auszugliedern und damit den Ladenleerstand zu reduzieren sowie das innerstädtische Sortiment- bzw. Warenangebot sinnvoll zu ergänzen. Darüber hinaus soll der Konzeptladen auch als Ausstellungsfläche für Vereine, Künstler und Kulturtreibende sowie für Veranstaltungen genutzt werden.

Barrierefreiheit

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes fordert der Fördergeber bei allen Maßnahmen u.a. die Beachtung der Barrierefreiheit.

Der öffentliche Straßenraum soll für alle Bürgerinnen und Bürger möglichst barrierefrei gestaltet sein. Dabei spielen auch die Belange von Menschen mit Behinderung eine wichtige Rolle. Im Detail ist dieser Anspruch nicht immer leicht umzusetzen: Für sehbehinderte oder blinde Menschen gelten andere Anforderungen als für motorisch eingeschränkte Menschen. Gleichzeitig sollen auch die Belange nicht Behinderter berücksichtigt werden. Der Fokus liegt dabei auch auf Benutzern von Rollatoren, Gehhilfen und jungen Müttern mit Kinderwagen.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Schaffung barrierefreier Verkehrsanlagen bedeuten, dass Planer schon beim Entwurf die Belange berücksichtigen müssen. Der Zugang und die Nutzung müssen Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe, möglich sein. Hierbei sind die entsprechenden Normen, Richtlinien und Regelwerke zu beachten.

Dies alles dient dem Ziel, die Stadt für alle Einwohner lebenswert zu gestalten.

Hierzu zwei Beispiele:

  1. Behindertengerechte Rampe als Anbindung Volkspark/großflächiger Einzelhandel „Am Feuerwehrturm“

Im Rahmen der aufwendigen Umgestaltung und Ausrüstung des Volksparks mit neuen Sitz- und Spielgelegenheiten wurde dieser über eine behindertengerechte Rampe an den großflächigen Einzelhandel „Am Feuerwehrturm“ angebunden. Im Bereich der Stützmauer des Parkplatzes führt nun eine Rampe hinauf zum Park. Um an diese Rampe anschließen zu können, entstand eine neue Zuwegung die zum Hauptweg des Parks führt. Die Zuwegung ist barrierefrei und somit ohne Stufen. Die Steigung der Rampe beträgt ca. 6 %, sodass sie problemlos auch von Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, benutzt werden kann. Der angebrachte Handlauf dient als Absturzsicherung.

  1. Niveaugleicher Überweg Peterstraße/ Volkspark

Im Bereich der Peterstraße sollen in Höhe des Volksparks u.a. Teile des Gehweges erneuert werden. Ebenso sind Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vorgesehen. Im Bereich des Zugangs zum Volkspark soll mittels einer Plateauanrampung im Asphalt mit Beschichtung ein niveaugleicher Überweg zum Volkspark geschaffen werden. Neben dieser barrierefreien Zuwegung sind ebenfalls Noppenplatten, die aus mehreren kugelförmigen Noppen sowie Rippenplatten, die aus parallelen Rippen bestehen, vorgesehen. Die Noppenplatten dienen als Aufmerksamskeitsfeld zur Querung der Verkehrsfläche für Sehbehinderte. Die Rippenplatten geben über die Vertiefungen die Richtung vor. Der geplante niveaugleiche, ebene Überweg zwischen Kindergarten und Volkspark kommt so allen Generationen zu Gute.

Lauter gute Nachrichten für die Stadt

Bürgermeister Dr. Willi Linkens hat am 30.09.2016 von Regierungspräsidentin Gisela Walsken zwei Bewilligungsbescheide erhalten. 429.000 Euro gibt es im Rahmen der „Sozialen Stadt“ Setterich für die Jahre 2017 bis 2019, im Wesentlichen für das Stadtteilbüro und das Stadtteilmanagement und ergänzend für einige kleinere Städtebaumaßnahmen. Die zugesagte Summe stellt 70 Prozent der anerkannten Kosten dar. Der Prozentsatz von 70 bestimmt sich nach der Finanzlage der Stadt, die aufgrund ihrer nicht als schlecht eingestuften Lage 70 und nicht 80 Prozent erhält. Im Programm „Soziale Stadt“ konnten in Setterich in den letzten Jahren sehr viele Maßnahmen realisiert werden.

Im Rahmen des Förderprogramms Stadterneuerung erhält Baesweiler außerdem einen Gesamtbetrag von 3.878.729,00 Euro über mehrere Jahre verteilt für die Fortsetzung der Maßnahmen im Stadtteil Baesweiler. Nach der Förderung der Bereiche „Am Feuerwehrturm und Volkspark“ erfolgt nun die Förderung für die Stärkung des Zentrums unter dem Aspekt City- und Geschäftsmanagement, Verfügungsfond und vor allem für die grundlegende Sanierung und energetische Aufwertung des Hallenbades. Hier beträgt die Förderung ebenfalls 70 Prozent.

„Wir freuen uns, dass das Land unsere Förderanträge anerkannt hat, und wir die Fördermittel von Land und Bund erhalten. Der Regierungspräsidentin und den verantwortlichen Mitarbeitern gebührt ein großer Dank für die umfangreiche Unterstützung“, so Bürgermeister Dr. Linkens.

Die konkrete Planung und Konzeption wird im nächsten Bau- und Planungsausschuss vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Natürlich findet auch eine Bürgerversammlung zu der Thematik statt.

Das Land hat weiterhin die Förderung des Programms „Gute Schule“ verkündet. Das bedeutet, dass die Stadt vier Jahre lang pro Jahr 690.000 Euro erhält. Die Fördermittel können für unterschiedliche Maßnahmen, unter anderem für die Gebäudeunterhaltung, Renovierungen und Modernisierungen an den Schulen eingesetzt werden. Wie dies im Einzelnen geregelt wird, ist noch nicht bekannt. „Diese Zuwendung ist überaus bedeutend für die Fortsetzung unseres erfolgreichen Weges, die Schulen in einem guten Zustand zu halten“, freut sich Bürgermeister Dr. Linkens über die Förderzusage.

Volkspark wiedereröffnet

Die Kinder des benachbarten Familienzentrums „Sonnenschein“ hatten eigens für die Wiedereröffnung des Volksparks einen „Spielplatz-Song“ gedichtet, einstudiert und mit Begeisterung vorgetragen. Vorher hatten sie die neuen Spielgeräte bereits in Beschlag genommen.

Der Park war unmittelbar nach der Prunkkirmes zur Neugestaltung geschlossen worden. Rund 300 000 Euro wurden investiert, davon 210 000 Euro Fördermittel im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts. Das Planungskonzept war von den DTP Landschaftsarchitekten aus Essen entwickelt worden. Im Vorfeld haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler bei einer Bürgerversammlung und im Kinderparlament mit der Umgestaltung beschäftigt und vielfältige Ideen eingebracht. Die bauliche Umsetzung hatte die Fa. Kremers aus Heinsberg übernommen. „Die Umgestaltung ist fast geräuschlos über die Bühne gegangen, da waren keine Beschwerden zu hören“, dankte der Bürgermeister allen Beteiligten. Sein besonderer Dank galt den Anwohnern von Volkspark und Nahversorgungszentrum, die eine längere Phase von Bautätigkeiten hätten ertragen müssen, vor allem auch im Zuge der Errichtung des neuen Einkaufszentrums und der Umgestaltung der Straßen im Kirchwinkel und Am Feuerwehrturm.

Der „neue“ Volkspark ist nun wesentlich offener, heller und freundlicher, was auch dem Sicherheitsbedürfnis der Besucherinnen, Besucher und Anlieger zugutekommt. Bedauerlicherweise mussten bereits Poller an den Zugängen zum Park aufgestellt werden, um ein Befahren der Wege mit Autos zu verhindern. „Wir müssen das leider gegen Vandalismus tun“, sagte der Bürgermeister und rief dazu auf, auf den Park zu achten, ihn pfleglich zu behandeln und als neue Mitte der Erholung anzunehmen: „Genießen sie den Volkspark. Sehen Sie in ihm eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.“

Spielplatz Song

Wir sind heut‘ hier versammelt und feiern heut‘ ein Fest.
Der Spielplatz voll gerammelt und niemand ihn verlässt.
Wir singen Heja, heja, heja, holala, hey!

Das Warten hat ein Ende. Die Bagger sind jetzt weg.
Der Park, der ist jetzt offen. Bleibt sauber woll’n wir hoffen.
Wir singen Heja, heja, heja, holala, hey!

Hier könnt Ihr alle spielen. Auch klettern könnt Ihr hier.
Hier könnt Ihr alle buddeln und Freunde trefft Ihr hier.
Wir singen Heja, heja, heja, holala, hey!

Bei Sonnenschein und Regen können wir uns hier bewegen.
Wir sagen heute „Danke“, weil uns das hier gefällt.
Wir singen Heja, heja, heja, holala, hey!